Auswahlwissen für Elektroventile und Magnetventile

Magnetventile: Magnetventile werden zur Steuerung typischerweise über eine 220-V-Instrumentenstromversorgung mit Strom versorgt. Magnetventile gelten auch als elektrische Antriebe. Beide benötigen Strom, um das Ventil zu betätigen und zu öffnen. Der Unterschied zwischen elektrischen Ventilen und Magnetventilen besteht jedoch darin, dass Magnetventile direkt bei Stromzufuhr eine Aufwärtskraft erzeugen und so den Ventilschaft antreiben. Magnetventile erzeugen nach dem Einschalten eine elektromagnetische Kraft, die den Ventilkern zum Öffnen oder Schließen bewegt. Magnetventile werden häufig in der hydraulischen und pneumatischen Steuerung eingesetzt, steuern den Zustand von Hydraulik- und Pneumatikzylindern und sind Steuerkomponenten für Öl- und Gaskreisläufe. Ihre Funktion ähnelt der von Schützen in elektrischen Anlagen.

 

Elektrische Ventile: Elektrische Ventile werden typischerweise für größere Rohrdurchmesser verwendet und werden häufig zur Steuerung des Flüssigkeitsflusses, zum Stoppen der Durchflussrate, des Drucks usw. eingesetzt. Ventile, die zur Durchfluss- und Drucksteuerung verwendet werden, werden elektrische Steuerventile genannt. Diejenigen, die zur Durchfluss- und Stoppsteuerung verwendet werden, werden elektrische Absperrventile genannt. Elektrische Ventile erzeugen eine höhere Hubkraft als Magnetventile und ermöglichen so das Öffnen größerer Ventildurchmesser. Allerdings haben elektrische Ventile einen Nachteil: Sie sind nicht beständig gegen hohe Temperaturen. Temperaturen über 140 Grad Celsius können den Motor leicht beschädigen. Auch ihre Dichtleistung ist im Vergleich zu Magnetventilen weniger zufriedenstellend und sie neigen zu Betriebsungenauigkeiten beim Anheben des Ventilschafts, was möglicherweise zu einer übermäßigen oder unzureichenden Öffnung führt.

 

 

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